Biografien

&

Porträts

Denn unser Lebenslauf ist keineswegs schlechthin unser eigenes Werk, sondern das Produkt zweier Faktoren, nämlich der Reihe der Begebenheiten und der Reihe unserer Entschlüsse, welche stets ineinander greifen und sich gegenseitig modifizieren.

Arthur Schopenhauer

Tsunami im Kopf

von

Max Sprenger

Biografie

Hey, ich bin Max. Bis vor drei Jahren war ich ein ganz normaler Teenager. Bis ich im Urlaub starke Kopfschmer-zen bekam – und von einer Sekunde auf die andere alles anders wurde. Eine massive Hirnblutung stürzte mich in das "Locked-in-Syndrom": Ich bekam alles mit und war geistig voll da, konnte aber keinen einzigen Muskel bewegen, nicht sprechen, keine Zeichen geben. Eine unvor-stellbare Situation – und laut ärzt--licher Prognose würde sie so blei-ben. Doch dann geschah ein halbes Wunder und es gelang mir, mich Stück für Stück zurück ins Leben zu kämpfen.

Sophie Taeuber-Arp

Der Umriss der Stille

von

Margret Greiner

Romanbiografie

Im Appenzellischen aufgewachsen, erweiterte Sophie Taeuber auf immer neuen Feldern ihren Horizont und wurde eine der grossen Künst-lerinnen der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Kunsthandwerkerin und Lehrerin an der Kunstgewerbe-schule Zürich, expressionistische Tänzerin, die im Cabaret Voltaire Gedichte von Hugo Ball tanzte, In-nenarchitektin, die ein Militärge-bäude in Strassburg zu einem Ver-gnügungszentrum ausbaute, Pionie-rin der konstruktiven Kunst: Sie wusste Widersprüchliches zu ver-einen und produktiv zu machen. Souverän ging sie ihren eigenen Weg, auch in ihrer Ehe mit dem Maler, Bildhauer und Lyriker Hans Arp.

"Echte, selige Musik..."

Musikalische Schriften

von

Carl Spitteler

Essays

Sollte man als musikalischer Mensch in ein öffentliches Konzert gehen oder es doch lieber bleibenlassen? Wer waren die Meister der Töne im 18. und 19. Jahrhundert? Was steckt hinter Beethovens Schaffenskraft, wie ist die «Leichtigkeit» eines Mo-zart zu verstehen und hat Haydn etwa nur aus dem Brunnen des Volksliedes geschöpft? Ist Schuberts Musik wirklich eine Sünde wert und was bewegte den Klaviervirtuosen Liszt zum Komponieren? Carl Spitteler – ein Meister des musikali-schen Essays – gewährt uns einen unterhaltsamen Einblick in die Tiefen und Untiefen der Musikwelt seiner Tage, urteilt messerscharf und pointenreich über Wirkung und Konsum von Musik und attackiert die dürftige Musikalität nicht nur seiner Zeitgenossen.

"Viele sind

sehr sehr gut zu mir"

von

Ute Kröger

Biografie

Erstmals beleuchtet Ute Kröger auch die wenig bekannten frühen Aufent-halte der Dichterin in Zürich von 1917 – 1927. 1917 wird ihr Sohn Paul volljährig, sie hat Angst um ihn, denn Franz Marc und viele ihrer Freunde sind im Krieg gefallen. Der Kilchberger Arzt Hans Huber be-wahrt ihn mit Attesten vor der Ein-berufung. Tatsächlich ist er krank, und bis zu seinem Todesjahr 1927 sind Paul und Else Lasker-Schüler immer wieder in Zürich. Hier knüpft sie ein Netz aus Beziehungen in die Kulturszene und zu «Grosskapita-listen», die ihr helfen. 1933 kann sie an dieses Netz anknüpfen, als sie nach Zürich ins Exil geht – sie erin-nert sich an eine Einladung von Edu-ard Korrodi, dem Feuilletonchef der NZZ. Die vielen Freunde und Ver-ehrer sichern ihre Existenz und ste-hen ihr bei gegen die Fremdenpoli-zei, die sie mit befristeten Aufent-haltsgenehmigungen gängelt und die sie umgekehrt zur Verzweiflung bringt, da sie sich an keine Fristen und Auflagen hält und mehrmals ihr Geburtsdatum ändert. Am Ende ver-unmöglicht der Ausbruch des Zwei-ten Weltkrieges schliesslich ihre Rückkehr aus Jerusalem nach Zürich.
«Viele sind sehr sehr gut zu mir» zeigt die grosse Dichterin als begabte Netzwerkerin und erzählt ein Kapitel Zürcher Kulturgeschichte.

Die illegale Pfarrerin

Das Leben von

Greti Caprez-Roffler

von

Christina Caprez

Biografie

Am 13. September 1931 tut das Bündner Bergdorf Furna etwas, was zuvor noch keine Gemeinde in der Schweiz gewagt hat. Es wählt eine Frau zur Pfarrerin: Greti Caprez-Roffler, 25 Jahre alt, Theologin und Mutter. Ein Skandal, der bis nach Deutschland Schlagzeilen macht. Nach ihrem Tod begibt sich die Enkelin auf die Spuren der ersten vollamtlichen Schweizer Gemeinde-pfarrerin. Sie stösst auf die ausser-gewöhnliche Emanzipationsge-schichte einer Frau, die für sich in Anspruch nahm, was damals für viele undenkbar war: ihrer Berufung nachzugehen, Mutter zu sein, eine glückliche Liebe und eine erfüllte Sexualität zu leben. Eine Frau, deren Mut einen hohen Preis hatte – nicht nur für sie.

Deine Briefe lege ich unter die Matratze

Ein Briefwechsel

von

Astrid Lindgren

&

Sara Schwardt

Portträt


Am 15.4.1971 schreibt die zwölf-jährige Sara an die von ihr so be-wunderte Autorin Astrid Lindgren und bittet sie um eine Filmrolle. Die Rolle erhält sie nicht, aber der Brief markiert den Beginn einer engen Brieffreundschaft, die bis zum Tod von Astrid Lindgren 2002 anhält. Fünfzig Jahren Altersunterschied zum Trotz schreiben die beiden sich rund 80 Briefe, in denen sie ihre Ge-danken über das Leben, die Liebe und die Menschen austauschen. Ein Blick in die Seele von Astrid Lind-gren!

Ladies in Shorts

von

Werner Morlang

Porträts

Autoren und Autorinnen in ihrer ganzen Genialität und Einzigartig-keit darstellen – wer konnte das bes-ser als Werner Morlang? In seinen letzten Lebensjahren veranstaltete der bekannte Zürcher Literaturwis-senschaftler mehrere Lesezyklen, in denen sich seine besondere Bega-bung noch einmal voll entfaltete – endlich liegen Werner Morlangs un-terhaltsame und immens kenntnis-reiche Porträts auch in Buchform vor.

Good Night Stories 

for Rebel Girls

von

Elena Favilli

Porträts

Sie sind ins All und über den Atlantik geflogen, haben den Erd-ball schon mit 16 umsegelt und die höchsten Gipfel in Röcken bestie-gen. In allen Ländern und zu allen Zeiten gab es Frauen, die mutige Vorreiter waren, neugierige Ent-deckerinnen, kluge Forscherinnen und kreative Genies. Herrscher-innen, die unter widrigsten Umstän-den ihre Länder regierten, Aktivistin-nen, die gegen Ungerechtigkeit pro-testierten, Wissenschaftlerinnen, die unbekannte Pflanzen und gefähr-liche Tiere erforschten. Dieses Buch versammelt 100 inspirierende Ges-chichten über beeindruckende Frau-en, die jedem Mädchen Mut ma-chen, an seine Träume zu glauben. 

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